Ihre Früchte

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Schon bei der Terminvergabe sollten Sie angeben, ob Sie den Äpfeln andere Früchte beimischen möchten.

Ihre Äpfel sollten reif, aber nicht überreif sein. Die Annahme, dass überreifes und weiches Obst mehr Saft ergibt, trifft nicht zu. Überreife Äpfel und Birnen ergeben eine breiige Maische, die das Pressband verstopft und den Saftdurchfluss behindert. Das gilt auch für schon länger gelagerte Äpfel. Außerdem wird der Trübstoffanteil des Saftes besonders hoch, was zu Reklamationen führt. Zu bedenken ist auch, dass der Zuckergehalt erhöht ist, was ernährungsphysiologisch nicht immer erwünscht ist.

Wir behalten uns daher vor, im Einzelfall die Verarbeitung solcher Früchte abzulehnen.

Die größte Saftausbeute mit dem höchsten Fruchtsäureanteil sowie geringstem Trubanteil und damit langer Haltbarkeit hat Obst im frühen Reifestadium.

Damit sich das Aroma entfalten kann, ist jedoch ein bestimmter Reifegrad notwendig. Es mag widersinnig erscheinen, dass Kunden immer wieder erstaunt sind, wie erfrischend und wohlschmeckend Saft von grünen und harten Äpfeln alter Sorten ist, die von der Reife her noch nicht zum Verzehr geeignet sind.

Vor Beginn unserer Mostzeit geerntete Früchte (zu Beispiel Klaräpfel) können wir leider nicht zeitnah annehmen.

birnenBirnen verarbeiten wir nur zusammen mit mindestens zwei Dritteln Anteil an Äpfeln. Birnensaft hat wegen der fehlenden Säure eine eigeschränkte Haltbarkeit und im Gegensatz zu den reifen Früchten einen enttäuschenden Geschmack. Birnen ergeben aber als Zumischung zu Äpfeln mit viel Fruchtsäure einen bekömmlichen und leckeren Saft. Dazu müssen sie vor der Vollreife geerntet werden und dürfen nicht weich und matschig sein.

Quitten verarbeiten wir ebenfalls zusammen mit mindestens zwei Dritteln Anteil an Äpfeln. Quitten sind sehr hart und lassen sich alleine schlecht pressen. Außerdem macht der hohe Pektingehalt beim Pasteurisieren Probleme. Apfelquitten ergeben zusammen mit Äpfeln einen unvergleichlich köstlichen Saft. Dagegen haben Birnenquitten wenig Eigengeschmack. Wenn man sie aufschneidet, haben sie nur einen schwachen Geruch und auch in Verbindung mit Apfelsaft ergibt sich lediglich ein trockener Nachgeschmack.

Rote Beete sollte mit maximal fünf bis zehn Prozent den Äpfeln beigemischt werden, sonst wird der Geschmack zu erdig. Außerdem kann Apfel-Rote Beete-Saft nur am Tagesende gemostet werden, wenn anschließend die Anlage gereinigt wird.

waschen_jungeMöhren verarbeiten wir nur zusammen mit mindestens zwei Drittel Anteil an Äpfeln. Die Begründung ist die gleiche wie für Quitten (siehe oben).

Beeren, Trauben, Steinobst und Rhabarber können wir leider nicht verarbeiten, es sei denn, die Kunden bringen ihren selbst hergestellten Saft mit, den wir mit dem Apfelsaft im Sammelbehälter vermischen können.

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